Stadtkapelle reist in die Partnerstadt

Montebelluna

Über das erste Maiwochenende unternahm der Musikverein Stadtkapelle Oberkochen einen Ausflug in die italienische Partnerstadt Montebelluna. Mit dabei waren neben den Musikerinnen und Musikern auch Familienangehörige,

Freunde sowie Förderer des Vereins.


Mit einem abwechslungsreichen und gut gefüllten Reiseprogramm im Gepäck machte sich der MVO am Donnerstag gegen Mittag auf den Weg nach Italien. Nach einer gemütlichen Vesperpause in Österreich erreichte man mit etwas Verspätung spät

am Abend das Hotel San Marco. Am Freitag startete die Reisegruppe vormittags direkt mit dem ersten Programmpunkt:

Einer Besichtigung der Stadt Asolo. Die geschichtsträchtige Stadt blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. Bereits im

7. und 6. Jahrhundert v. Chr. wurden die Hügel von Asolo von den Venetern besiedelt. Besichtigt wurde die Stadt auf eigene Faust – während ein Teil der Gruppe das besondere Flair des wunderschönen Marktplatzes bei einer Erfrischung genoss, machte sich der andere Teil auf den Weg hinauf zur Festung „Rocca di Asolo“. Die etwa 15 Meter hohe Verteidigungsanlage wurde auf dem Gipfel des Monte Ricco errichtet. Von den Schutzwällen der Festung bot sich ein beeindruckender Blick über die gesamte Umgebung, von der Poebene bis hin zum Alpenbogen, der das Städtchen umgibt. Bei klarer Sicht und günstigen Lichtverhältnissen lässt sich von den Mauern sogar Venedig erkennen.


Zweiter Programmpunkt am Freitag war eine Besichtigung des Weinguts Varaschin. Im stilvoll gestalteten Weinkeller mit Wandmalereien über die Geschichte des Weinguts erhielt die Gruppe einen Einblick in die Familiengeschichte und die Entwicklung des Betriebs. Im angrenzenden Garten begann anschließend die Verkostung. Dabei konnten drei Sorten des Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore probiert werden – ein DOCG-Schaumwein, der ausschließlich

in den Hügeln von Conegliano Valdobbiadene hergestellt wird und seit 1930 als Vorzeigewein des Weinguts Varaschin gilt.


Dritter Programmpunkt des Tages und Höhepunkt der Reise in die Partnerstadt von Oberkochen war dann ein Platzkonzert auf

der Piazza dall‘ Armi. Bestens von den italienischen Kollegen der „Banda Musicale Montebelluna“ sowie der Stadtverwaltung

vorbereitet, spielte die Stadtkapelle unter der Leitung von Hans-Gerd Burr ein stimmungsvolles Platzkonzert bei Sonnenschein

und typisch italienischem Flair, welches die zahlreichen italienischen Zuhörer sowie die vielen mitgereisten Vereinsmitglieder

vollends begeisterte. Von offizieller Seite wurde durch Montebellunas Bürgermeister Adalberto Bordin, den Vertretern des

örtlichen Partnerschaftskomitees und der Banda Musicale für den Auftritt gedankt. Es wurde betont, wie wichtig kultureller

Austausch ist und dass Musik die Menschen verbindet.


Der Samstag startete mit einer Stadtführung durch Montebelluna. Ausgangspunkt war die Bibliothek; von dort aus führte der

Rundgang weiter über den Marktplatz. Die Reisenden erhielten dabei einen anschaulichen Einblick in die Geschichte Montebellunas als ehemalige Marktstadt, in der die einzelnen Stadtbereiche jeweils auf bestimmte Produktgruppen ausgerichtet waren. Nicht fehlen durfte natürlich ein Einblick in das Palio-Rennen in Montebelluna: Hier treten die verschiedenen Stadtteile gegeneinander an und die Strecke ist deutlich länger und steiler als in Oberkochen. An der Kirche

Santa Maria in Colle, von wo sich ein eindrucksvoller Blick über die Stadt erstreckte, endete schließlich der Stadtspaziergang.

Zweiter Programmpunkt am Samstag war die eigenständige Besichtigung der Stadt Bassano di Grappa. In der historischen Altstadt blieb Zeit zum Bummeln, Verweilen und Verköstigen der ein oder anderen italienische Leckerei. Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Holzbrücke Ponte degli Alpini über die Brenta wurden ebenfalls erkundet.


Dritter Programmpunkt des Tages war der Besuch der traditionsreichen Poli Destillerie in Schiavon. Die familiengeführte Destillerie wurde bereits 1898 gegründet und zählt heute zu den bekanntesten handwerklichen Grappa-Brennereien Italiens. Bis heute wird dort mit großer Leidenschaft und teilweise noch mit historischen Kupferbrennblasen gearbeitet, wobei Tradition und moderne Technik miteinander verbunden werden, wie bei der Führung erklärt wurde. Bei einem begleiteten Spaziergang durch die Destillerie erhielt die MVO-Reisegruppe interessante Einblicke in die Herstellung der verschiedenen Destillate auf dem beeindruckenden Gelände der Destillerie. Eine Verkostung verschiedenster Grappas, Destillate und Liköre durfte zum Abschluss ebenfalls nicht fehlen. Gemeinsame Abendessen in landestypischen Lokalen rundeten die Ausflugstage ab

und stärkten die Vereinsgemeinschaft.


Am Sonntag hieß es nach einer viel zu kurzen Zeit bereits wieder Abschied nehmen und die Rückreise nach Deutschland antreten. Auf dem Heimweg legte man jedoch noch einen Zwischenstopp in Brixen in Südtirol ein – inklusive eines kurzen Spaziergangs durch die Innenstadt sowie einem letzten gemeinsamen Mittagessen.


Ein großes Dankeschön an den Ausschuss für die erstklassige Organisation und Planung der gesamten Reise!